Chronik

Die Gründung der Stadtkapelle Gmünd am 23.  August 1985 wurde als „besonderes Ereignis in der Kulturgeschichte der Stadtgemeinde Gmünd“ bezeichnet.

Im Jahre 1981 erfolgte der Beitritt der „Bläsermusik der Musikschule Gmünd“ zum Niederösterreichischen Blasmusikverband, aus welcher sich die heutige Stadtkapelle entwickelte.
Die Stadtkapelle Gmünd wurde am 23.August 1985 gegründet. Schon damals war die musikalische Jugendarbeit ein wichtiges Anliegen des damaligen Bürgermeisters OSR Johann Schaffner und Kulturstadtrats Alfred Drach. Den geigneten Musiklehrer fand man im Tubisten der Wiener Staatsoper und der Wiener Philharmoniker, Josef Seisenbacher, der ab 1.September 1981 an der städtischen Musikschule Gmünd zu unterrichten begann. Josef Seisenbacher wurde in der Steiermark geboren und begann seine musikalische Tätigkeit bei der Musikkapelle Gußwerk bei Mariazell. Er studierte an der Musikuniversität in Wien und gründete bereits nach seinem zweijährigen Aufenthalt in Gmünd 1983 die „Bläsermusik der Musikschule Gmünd“. Durch Zuwachs aus anderen Kapellen und Musikgruppen in der Umgebung stieg die Mitgliederzahl von anfänglichen 25 Musikerinnen und Musikern Ende 1984 bereits auf 40 Musiker.

Der Förderer der Stadtkapelle Gmünd – Baumeister Franz Graf – unterstützt die Kapelle seit ihrer Gründung finanziell sowie auch mental. Bereits bei der Bläsermusik sorgte er für eine Einheitsbekleidung und 1986 und 1995 hat er die Kosten der Ausstattung aller Musikerinnen und Musiker mit neuen Uniformen übernommen. Seine Präsenz bei diversen Auftritten, Konzerten, sowie auch internen Sitzungen und Feiern ist immer wieder eine große Freude für die Musikerinnen und Musiker, da er mit Euphorie und Interesse am musikalischen Geschehen beteiligt ist. Musikalisch hat ihm die Stadtkapelle Gmünd 2001 mit dem „Franz Graf Marsch“ und 2002 mit den „Franz Graf Festklängen“ gedankt.

2002 verabschiedete sich Josef Seisenbacher mit dem Frühjahrskonzert als Kapellmeister. Er war es, der während seiner Karriere als Kapellmeister die Stadtkapelle Gmünd zu einem führenden Klangkörper und einer leistungsstarken Oberstufenkapelle heranführte, wofür ihm heute noch Dank und Ehre gebührt. Zwei Jahre vor seinem Abschied als Kapellmeister erreichte er die Dirigentennadel in Gold.

Erwin Höbarth, der Nachfolger von Josef Seisenbacher und amtierende Kapellmeister der Stadtkapelle Gmünd, absolvierte eine dreijährige Musikschullehrerausbildung in St.Pölten und einen Kapellmeisterkurs beim Niederösterreichischen Blasmusikverband. Er schaffte es, den Anforderungen von Josef Seisenbacher gerecht zu werden und etablierte sich als erfolgreicher Leiter der Stadtkapelle. Durch sein Engagement und seine musikalische Arbeit wurde ihm 2005 die Dirigentennadel in Bronze, 2008 in Silber und 2011 in Gold verliehen. In Anerkennung seiner musikalischen Leistungen wurde Erwin Höbarth 2006 zum Bezirkskapellmeister gewählt.

Während es erst einen einmaligen Kapellmeisterwechsel gab, gab es bereits einen viermaligen Obmannwechsel. Gründungsmitglied Alfred Drach und Johann Müllecker teilten sich bis 1992 den Titel des Obmanns. Anschließend wurden sie von Erwin Höbarth für ein Jahrzehnt abgelöst. Ab 2002 vertrat Hans Pichler das Amt des Obmanns, welcher im Jahre 2005 von Christian Fiala abgelöst wurde. Von 2014 bis 2016 vertrat Erwin Höbarth seine Doppelfunktion als Kapellmeister und Obmann. Dieser übergab im Jahr 2017 das Amt des Obmanns an Reinhold Hofbauer.

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